Serie (2): Interviews mit den "Bayerischen Olympioniken"

Was machen unsere bayerischen Olympiahoffnungen? Heute in Teil 2 unserer Serie: Tina Lutz (49er FX).

Die neue Zweckgemeinschaft in der Innsbruck-Quarantäne - Tina und der Leihhund Kira zum Gassigehen

Tina Lutz ist auf den Hund gekommen...

Rent-a-dog ist die Hintertür für das Outdoor-Training von Tina Lutz, die zuhause in Innsbruck wesentlich strengeren Beschränkungen unterliegt als ihre Vorschoterin Susann Beucke in Strande. Was die Beiden gemeinsam haben, sind die Pläne ihrer Trainer zum Home-workout.

Tina, du lebst ja mit deinem Freund in Innsbruck. Mit Training im Freien ist da ja nicht viel, wie man hört.

Tina: Stimmt. Ich leihe mir von einer Freundin ihren Hund Kira aus zum Gassigehen. Ich hatte sie schon immer bei meinen Trainingseinheiten dabei, beim Joggen, Langlaufen, Biken, auf Skitour, sie macht alles mit! Für Indoor hat mir mein Personal Trainer Johannes Lukas, der jetzt Cheftrainer der schwedischen Biathleten ist, einen perfekten Plan geschickt. Ich bin also beschäftigt!

Du und Susann, ihr seid auch gerade noch rechtzeitig aus Mallorca geflüchtet?

Tina: So kann man es sagen. Eigentlich wollten wir nach der Absage noch ein paar Tage bleiben zum Training. Wir sind ja auch früher nach Palma angereist als die Anderen, weil Sanni nach ihrer Reha erst wieder mit dem Wassertraining angefangen hat. Den Rückstand haben wir schnell aufgeholt. Aber dann haben wir´s gerade noch auf die Fähre geschafft und mit Auto und Hänger über die Grenze nach Tirol. Aus Innsbruck käme ich jetzt vielleicht raus, aber wohl nicht mehr rein nach Tirol.

Es fehlt noch eine Ausscheidungsregatta, ihr habt 12 Punkte Vorsprung, Sanni ist wieder an Bord. Was bedeutet jetzt die Verschiebung der Spiele?

Tina: Also, erstmal hat Lotta Wiemers ihren Job, als sie für Sanni nach deren Wadenbeinbruch bei der WM in Australien eingesprungen ist, hervorragend gemacht. Nun sind wir als Team Lutz/Beucke wieder zusammen und wären zur letzten Ausscheidung in Höchstform gewesen. In Palma bei der Princess Sophia Trophy wollten wir den Sack zumachen, da ist die Verschiebung schon ärgerlich. Im 49er gibt es aktuell noch keine Termine!

Das ist die sportliche Seite. Und was dein Wirtschaftspsychologie-Studium betrifft?

Für mich persönlich ist die Situation mit meinem Studium echt schwierig geworden. Ich muss noch meine Masterarbeit zu Ende bringen, das wollte ich im Herbst nach Tokyo machen. Meine Urlaubssemester sind aufgebraucht, jetzt muss ich schauen, ob ich das jetzt noch machen kann. Im Herbst wird die letzte Olympia-Quali sein, das müssen wir alles erst noch abstimmen.

Kira macht alles mit !?

Interview: Axel Müller