Tina Lutz segelt bei WM auf Platz 5 und sichert Nationenstartplatz

Mit einer grandiosen Leistung segelt Tina Lutz (Chiemsee YC) gemeinsam mit ihrer Vorschoterin Susann Beucke (Hannover) bei der Weltmeisterschaft der 49erFX-Skiffklasse in Auckland, Neusseeland auf den fünften Platz und sichert dem Deutschen Segler-Verband den Nationenstartplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo.

Bereits in der Qualifikationsserie der 61 Boote aus 27 Nationen zeigten Lutz/Beucke, dass sie ihr Leistungstief aus der letzten Saison verarbeitet haben und lagen in der Spitzengruppe, wo sie sich Stück für Stück in der Rangliste nach oben arbeiteten, um nach Qualifikations- und Finalserie als Drittplatzierte mit dem "roten Trikot" in das Medal Race zu gehen.

Die Weltmeisterschaft war für die deutschen Mannschaften besonders wichtig, galt es doch zum einen den ersten Teil der nationalen Qualifikation zu absolvieren, gleichzeitig aber den Nationenstartplatz für Deutschland bei den kommenden Olympischen Spielen zu ersegeln und der internationalen Konkurrenz zu zeigen, dass mit den deutschen 49erFX-Seglerinnen auch weiterhin zu rechnen ist.

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Das bei Starkwind am zweiten Adventssonntag ausgetragene Medal Race lief zunächst perfekt. Lutz/Beucke konnten die Führung erobern und sich vom Feld absetzen. Bei einer Halse brach eine Welle quer zum Boot, eine Kenterung war die Folge und beendete alle Medaillenträume, so dass am Ende der fünfte Rang stand. Vorschoterin Susann Beucke sagte nach dem Rennen: "Das war sehr, sehr unglücklich. Dabei sind wir weder nervös noch aufgeregt ins Medaillenrennen gestartet. Im Gegenteil: Wir haben uns mental sehr gut gefühlt. Wir waren stolz, das rote Trikot für Deutschland zu tragen. Für uns bedeutet die WM-Platzierung einen krassen Erfolg nach dem kleinen Leistungstief im letzten Jahr."

 

Sehr gut lief es auch bei den deutschen Herren im 49er.

Erik Heil / Thomas Plößel (Berlin) setzten bis zuletzt die favorisierten Olympiasieger Burling/Tuke (Neuseeland) mächtig unter Druck und durften sich am Ende über die Silbermedaille freuen. Im Angesicht der Tatsache, dass die beiden nach einer längeren studienbedingten Pause erst im Spätsommer wieder voll ins Training eingestiegen waren eine enorme Leistung.

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Die bayerische Mannschaft Jakob Meggendorfer / Andreas Spranger (beide Bayerischer YC) zeigte ihr Ausnahmetalent in der Qualifikationsserie, die die beiden als achtplatziertes Boot beendeten. In der Finalserie schlichen sich kleine Fehler ein, die im stark besetzten Feld der 88 Skiffs aus 32 Nationen, zu schlechteren Ergebnissen führten. Mit einem guten letzten Tag, der das Team als drittbeste Deutsche auf Gesamtrang 17 führte, haben Meggendorfer/Spranger ein für sie zufriedenstellendes Ergebnis erzielt.

 

Alle Informationen und Ranglisten sind hier zu finden.

Bereits Anfang kommenden Jahres steht in beiden Klassen die nächste Weltmeisterschaft, dann im australischen Geelong, auf dem Programm.