Christian Schwörer gewinnt Melges 32-Weltmeisterschaft

Für Christian Schwörer vom Lindauer Segler-Club ist ein Traum wahrgeworden: Er wurde Ende Oktober vor Valencia (Spanien) Weltmeister der Melges 32-Klasse. Das Internetportal Segelreporter titelte: „Historischer deutscher WM-Titel in Profi-Klasse“ - denn bei der Melges 32 dürfen der achtköpfigen Crew bis zu drei Profis angehören. Die Klasse gilt auch deshalb als eines der am härtesten umkämpften „One-Design“-Boote.

Fünf Jahre hatte Christian Schwörer für diesen Sieg gearbeitet. Während dieser Zeit gab es viele Aufs und Abs – und auch einige Crewwechsel. Vor Valencia war schließlich nur noch ein deutscher Clubkamerad aus Lindau mit an Bord: Fabian Gielen, der heute vor allem als aktuell bester deutscher Moth-Segler bekannt ist. Taktiker Nick Asher kommt aus Großbritannien und vom 470er.

Pericolosa Mannschaft Schwörer r Gielen 3vr Foto Melges 32 mwl barracuda 002

Die Regattaserie vor Valencia war von herbstlichem Leichtwind bestimmt, "aber das kennt man ja vom Bodensee", so Schwörer. Es gab erst spät am Nachmittag eine einsetzende Thermik. Insgesamt reichte es nur für sechs Wettfahrten. Christian Schwörers ´La Pericolosa` hatte am Ende vier Punkte Vorsprung, das schlechteste Ergebnis war ein zehnter Platz unter 15 Teams. "Im letzten Rennen sind wir nur noch gegen unseren einzigen Konkurrenten gesegelt, der uns den Titel hätte streitig machen können. Den haben wir konsequent gedeckt."

Ein weiterer Bayer, Fritz Homann vom Bayerischen Yacht-Club, belegte als Steuermann und Eigner des Teams „Wilma“ Platz vier. Er segelte mit dem italienischen Profi-Segler Nicola Celon als Taktiker, der vielen von der Melges 24 her ein Begriff ist.

Rang eins in der Amateurwertung ging an die Mannschaft der "Homanit", zu deren Mannschaft Philipp Autenrieht und Nick Beulke (beide Bayerischer Yacht-Club) sowie Kilian Holzapfel (Seebrucker Regatta Verein) zählten.