Gute Ergebnisse bayerischer Segler am großen Meisterschaftswochenende

Neben den 29ern, 420er, Laser Standard, Laser Radial und Finn, über deren Ergebnisse und Meisterschaften wir bereits berichtet haben, fanden am verlängerten Wochenende Anfang Oktober auch die Deutschen Meisterschaften der 470er auf dem Wannsee (Berlin), der 2.4mR-Klasse auf dem Baldeneysee (Essen) und der H-Boote beim Augsburger Segler-Club auf dem Ammersee statt. Insbesondere die Mannschaften aus dem Münchner Yacht-Club wussten auf dem Ammersee mit guten Leistungen zu überzeugen und brachten eine Bronzemdaille mit nach Hause.

55 Boote aus drei Nationen gingen in der traditionell in Bayern starken Drei-Mann-Kielbotklasse an den Start und konnten an den geplanten vier Wettfahrttagen alle insgesamt acht Läufe vorgesehenen segeln. Den Meistertitel sicherte sich Frank Schönfeldt (Hamburg) mit seiner Berliner Crew Felix Krabbe und Sven Taube vor Holger und Jan Köhne mit Sven Ulrich (alle Berlin). Schönfeldt, der in vielen Klassen zu Hause ist und wohl die vielfältigste Zahl an Deutschen Meistertiteln ersegelt hat, kam mit dem bayerischen Revier von Beginn an gut zu Recht und segelte am Ende souverän zum Titel.

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Kay Niederfahrenhorst und seine Mannschaft Max Adami und Basti Henning (alle Münchner YC) lagen bis zur letzten Wettfahrt noch auf Titelkurs, waren dann aber beim Start unaufmerksam und wurden wegen Frühstarts disqualifiziert. So blieb am Ende der dritte Platz, knapp vor ihren Vereinskollegen Micki Liebl, Ines Roßley und Andi Lachenschmid, die sich mit dem Laufsieg in der letzten Wettfahrt nach vorne schoben. Ebenfalls in die Top 10 segelten Peter Zauner mit Timo von Schorlemer und Maren Bertling (alle YC Seeshaupt) als Sechste, Altmeister und Segelmacher Christian "Kicker" Schäfer (Bayerischer YC) und seine Crew Markus Funke (Münchner RSV) und Andi Plettner (BYC) belegten Rang sieben, auf den achten Platz segelte Dirk Stadler (SR Simssee), der sich mit Björn Koop und Lars Oliver Melzer Verstärkung aus Norddeutschland an Bord geholt hatte.

 

Bei den olympischen 470er-Jollen waren 31 Mannschaften auf dem Wannsee am Start und manches Team probte schon mal für die Olympischen Spiele 2024 in Frankreich, wo der 470er voraussichtlich als Mixed-Event gesegelt wird. So ging der Meistertitel an das polnische Damenteam Skrzypulec/Ogar vor Theres Dahnke / Matti Cipra (Plau) und Daniel Göttlich / Linus Klasen (Berlin).

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Nadine Böhm und Vorschoterin Ann-Christin Goliaß (beide Deutscher Touring YC) nutzten die Meisterschaft für einige Tests, die sie gemeinsam mit Landestrainer Robert Remus entwicklet hatten, und belegten im Gesamtklassement den achten Platz, direkt vor dem ebenfalls von Remus betreuten Mixed-Nachwuchsteam Theresa Löffler (DTYC) / Christopher Hoerr (SC Breitbrunn Chiemsee).

 

In der 2.4mR-Klasse gibt es zwar eine Unterwertung für "Para"-Segler, d.h. Menschen mit körperlichen Einschränkungen, das Besondere ist jedoch, dass alle Teilnehmenden gemeinsam gegeneinander segeln können - und vielfach die Seglerinnen und Segler der "Para"-Wertung auch in der Gesamtwertung die Nase (oder den Bug) vorne haben. 33 Seglerinnen und Segler aus sechs Nationen waren an den Baldeneysee gereist und zeigten dort in sieben Wettfahrten ihr Können in den tief im Wasser liegenden Kielbooten, die gerade so Platz für eine Person bieten. Zum wiederholten Male sicherte sich der Paralympics-Teilnehmer und mehrfache Weltmeister Heiko Kröger (Hamburg) den Titel des Deutschen Meisters. Karin Hofmann (SC Prien Chiemsee) war als 24. beste Dame.

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