"All in" bei Weltmeisterschaft der 470er in Japan - Nationenstartplatz soll gesichert werden

Am Sonntag stehen bei der 470er-Weltmeisterschaft die ersten Wettfahrten auf dem Programm. Für die deutschen Teams geht es in erster Linie darum die Nationenstartplätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo/Enoshima zu ersegeln. Am Start sind mit Nadine Böhm / Ann-Christin Goliaß (beide Deutscher Touring YC) und Simon Diesch (Friedrichshafen) / Philipp Autenrieth (Bayerischer YC) auch zwei bayerische bzw. süddeutsche Teams.

67187047 2124149131028561 5703229786084605952 o

Nachdem es den deutschen Mannschaften bei den Gemeinsamen Weltmeisterschaften in Aarhus (Dänemark) im vergangenen Jahr nicht gelungen ist einen der acht zu vergebenden Nationenstartplätze für Olympia 2020 zu erringen, will insbesondere das Damenteam Böhm/Goliaß einen der sechs bei der Weltmeisterschaft zu vergebenden Nationenstartplätze für den Deutschen Segler-Verband sichern und sich damit in eine gute Ausgangssituation für die im Jahr 2020 anstehende interne Qualifikation zu bringen.

Nach der erfolgreichen Europameisterschaft in der olympischen Zweihanddisziplin, die das Team im Mai vor San Remo (Italien) auf dem sechsten Platz beendete, warf eine Verletzung von Vorschoterin Goliaß die Saisonplanung über den Haufen. Letzte Gewissheit, dass ein erfolgreicher Start in Enoshima, dem Olympiarevier 2020, möglich ist, brachte ein kurzfristig anberaumtes Sondertraining mit Landestrainer Robert Remus in Kiel. "Wir sind dem Bayerischen Seglerverband sehr dankbar, dass Robert nochmal mit uns arbeiten konnte", sagte Steuerfrau Nadine Böhm vor der Abreise nach Japan.

61763104 2268650596562284 8123585690085621760 n

Auch für das bayerisch/baden-württembergische Team Diesch/Autenrieth geht es um viel, nachdem der Saisonauftakt nicht wie gewünscht gelang. In Miami und vor Palma haderten die beiden mit ihrer Performance, konnten sich jedoch rechtzeitig zur Europameisterschaft neues Selbstvertrauen holen und beendeten die Regatta auf dem achten Gesamtplatz (Rang 6 der Europawertung). Nachdem bei den Herren nur vier Nationenstartplätze vergeben werden, könnte es erneut knapp werden. "Wichtig ist, dass die ersten Wettfahrttage gut verlaufen", meint Sportvorstand Timo Haß, "dann ist alles möglich, vielleicht sogar eine Medaille".

Auf dem Programm stehen ab Sonntag fünf Wettfahrten in Qualifikations- und sechs Läufe in der Finalserie bei den Herren (53 Boote), die Damen segeln im kleineren Starterfeld (39 Boote) elf Wettfahrten, bevor am kommenden Freitag für beide Disziplinen das Medal Race die Weltmeisterschaft abschließt.

Alle Informationen gibt es hier.