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Frank Spöttel erneut Weltmeister bei der Windsurfer Raceboard WM 2022 am Balaton 

Krailling  -  Frank Spöttel holt bei der Weltmeisterschaft der Windsurfer Klasse Raceboard in Ungarn erneut den Titel in seiner Altersklasse. "Nach einer zweijährigen Zwangspause aufgrund der Pandemie, war es toll wieder an alte Erfolge anzuknüpfen" meinte der Kraillinger erfreut.

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60 Teilnehmer aus 12 Nationen kamen von 23.-28.05.2022 zur Raceboard Weltmeisterschaft der Windsurfer in den Badeort Balatonföldvar am Plattensee (Ungarn). Der auf einer Halbinsel ansässige Segelclub Spartacus richtete an fünf Tagen die Regatta aus. Sommerliche Temperaturen und ordentlich Wind empfing die Teilnehmer am ersten von fünf Wettkampftagen. Der für den Windsurfclub Starnberger See startende Spöttel begann die Meisterschaft mit den Gesamtplätzen 8, 14, 6 und 17 und setzte sich damit gleich an die Spitze seiner Altersklasse, den Veterans.
Für einen Aufreger sorgte der Zieleinlauf des Kraillingers (GER-114) im dritten Rennen, Der 19jährige Balint Morvai aus dem ungarischen Olympiakader fiel kurz vor der Ziellinie genau vor Spöttels Surfbrett ins Wasser und wurde unvermeidbar von ihm überfahren. "Mir ist fast das Herz stehen geblieben. Unsere 50cm langen Finnen sind messerscharf. Gott sei Dank hat die obligatorisch zu tragende Schwimmweste, außer dem Schreckmoment und einer Schnittwunde am Rücken  Schlimmeres verhindert" sagte Spöttel erleichtert.
Am zweiten Tag mussten die Teilnehmer wegen Windmangel bis zum späten Nachmittag warten, um dann vor einem aufziehenden Gewitter einen Starkwindlauf zu absolvieren, den Spöttel als 13. beendete. Der dritte Tag brachte weiter Sonnenschein und leichtere Winde. Mit einem 13. zwei sechsten und einem siebten Platz Overall, festigte der 63jährige vermeintlich seinen 9. Platz Overall und den Spitzenplatz in seiner Altersklasse. Allerdings wurde ihm der 7. Platz, wegen eines Frühstarts gestrichen, sodass er auf den 11. Platz Gesamt  zurückfiel. Nur einen Punkt vor seinem diesmal größten Widersacher, dem Oldesloer Mediziner Hubertus Tesdorpf (GER-884). Spöttel dazu: "Ich peile eigentlich vor jedem Rennen genau die Startlinie, aber beim Start geht es meist sehr eng zu, so dass das leider schon mal passieren kann".
Nach einem Flautentag bei 28 Grad musste der letzte Wettkampftag die Entscheidung bringen. Dieser begann regnerisch und einem Temperatursturz. Nach dem Regen kam der Wind zu weiteren drei Rennen. Bis zur Hälfte der ersten Wettfahrt lagen die beiden Kontrahenten gleichauf. Dann konnte sich Spöttel absetzen und mit Platz 10 neun Plätze vor dem Oldesloer über die Ziellinie fahren. Mit einem perfekten Start und langer Gesamtführung beendete der Kraillinger mit einem dritten und einem sechsten Platz die Regattaserie. Dies bescherte ihm den 9. Platz Gesamt und den Weltmeistertitel in seiner Altersklasse.
Overall war der Slovake Patrik Pollak (SVK-1) nicht zu schlagen. Er holte sich den Weltmeistertitel vor dem Tschechen Petr Kucera (CZE-15) und dem Briten Louis Morris (GBR-730). Vierter wurde der Flensburger Fabian Grundmann (GER-931). Den Sieg bei den Damen holte sich Jana Slivova (CSZ-6) aus Tschechien.