Forggensee: Teilaufstau beginnt

Anhebung des Wasserspiegels in einem ersten Schritt um 5 Meter: Die Kraftwerksfirma Uniper hat am 2. Juli entschieden, einen Teilaufstau des Forggensees vorzunehmen. Grundlage ist die Empfehlung der mit internen und externen Experten besetzten Kommission.

Der Teilaufstau erfolgt in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten als amtlichen Sachverständigen.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Erkenntnisse der seit Anfang April durchgeführten Bohrungen zur Erkundung des Bauuntergrunds und die Bewertung der mittlerweile vorgenommenen, umfangreichen Zementinjektionen. Nach Einschätzung der Experten ist der Damm durch die Injektionen mittlerweile wieder soweit stabilisiert, dass mit dem Teilaufstau – zunächst um 5 m auf 770 mNN – begonnen werden kann.

Der Aufstau unterliegt – wie auch der gesamte Damm – der ständigen Kontrolle. Dazu werden rund 50, zum Teil neu eingebrachte Messeinrichtungen beobachtet und ausgewertet. Sollten die Messwerte während des Aufstaus auf Unregelmäßigkeiten hinweisen, würde dieser umgehend abgebrochen und das aufgestaute Wasser wieder kontinuierlich den Lech abgegeben. Nach weiteren Analysen steht dann die Entscheidung zur Fortsetzung des Aufstaus an. Alleiniges Kriterium für alle Entscheidungen ist aber die Sicherheit.

In welchem Zeitraum der Teilaufstau nun erfolgt, ist nur schwer vorherzusagen, denn er ist von den Zuflüssen im See abhängig. Hinzu kommt die ökologisch bedingte Auflage, jederzeit eine Mindestmenge Wasser in den Lech abzugeben, so dass auch nicht der gesamte Zufluss für den Aufstau zur Verfügung steht. (Pressemitteilung)

Projekt-Informationen (Link Uniper)

Blick auf den See (Webcam SCFF)

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