Sydney-Hobart: Jury entscheidet über Sieg

Auch bei seiner 73. Auflage hatte eines der berühmtesten Hochseerennen der Welt wieder einige Highlights zu bieten. Die "Wild Oats XI" war die schnellste Yacht im Ziel, verlor jedoch den Protest gegen die "LDV Comanche". Bei der einzigen deutschen Yacht brach das Ruder - bei 25 Knoten Boat Speed und gut 30 Knoten Wind.

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Bereits 15 Minuten nach dem Start in Sydney nahm die Crew der "Wild Oats XI" dem Team der "LDV Comanche" (beide 100 Fuß lange Supermaxis) die Vorfahrt, bereinigte jedoch nicht. Dafür hätte sie 'nur' einen 720-Grad-Strafkringel ausführen müssen. Eine internationale Jury entschied am 28.12., dass die "Wild Oats XI" die sog. 'Line Honors' verliert und erklärte die "LDV Comanche" (Foto oben) zur schnellsten Yacht im Ziel im tasmanischen Hobart.

Glück im Unglück hatten Christopher Opielok (NRV) und sein Team aus Hamburg. Bei seiner TP52 "Rockall" brach bei 25 Knoten Geschwindigkeit mit einem lauten Knacken das Ruder, die Yacht schoss in schwerer See unkontrolliert in die Sonne und nahm sehr viel Wasser über - alles an Bord schwamm und zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt. Im Schlepp der Küstenwache ging es für die Deutschen in einen sicheren Hafen.

Die TP 52 "Ichi Ban" holte sich den Titel des Gesamtsiegers nach berechneter Zeit. (cn)

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